Das merkwürdige Sicherheitsverständnis des ENSI

Heute Abend fuhr ich nach Niederweningen an einen Vortrag von Herrn Michael Sailer, welcher von der Regionalkonferenz Nördlich Lägern organisiert wurde. Herr Sailer ist als Nuklearexperte Vorsitzender der Entsorgungsommission der deutschen Bundesregierung und leitete unter anderem die Peer Review zum schwedischen Lagerkonzept in Forsmark.
Auf dem Hinweg zu diesem Vortrag hörte ich in den Nachrichten, dass das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) nicht mehr von der Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) beaufsichtigt werden möchte. Das ENSI stört sich an den Fragen der KNS und findet zwei Meinungen sei eine zu viel.
Am Vortrag von Herrn Sailer erläuterte dieser, dass es im momentan laufenden Prozess der Suche eines Atommülllagers unumgänglich sei, immer wieder Fragen zu stellen und Aussagen zu hinterfragen. Nur mit einem solchen Vorgehen, könne die bestmögliche Sicherheit in diesem Prozess erreicht werden.

Als Mitglied der Regionalkonferenzen Zürich Nordost und Südranden hörte ich den letzten Monaten von allen zuständigen Gremien (Nagra, Bundesamt für Energie, ENSI, …) immer und immer wieder, dass bei dieser Lagersuche, die Sicherheit oberste Priorität habe.

Ich frage mich nach dem heutigen Tag einmal mehr, ob wir diesen zuständigen Gremien noch vertrauen können, wenn sie Fragen und Anregungen zur Verbesserung der Sicherheit vor allem als lästig empfinden nicht als Chance für die Erhöhung der Sicherheit eines Atommülllagers.


Peter S. Weiller, 6. September 2012

Mitglied der Regionalkonferenzen Zürich Nordost und Südranden

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