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Newsletter Nr. 38, Oktober 2025

Neues von KLAR! SCHWEIZ

Atomstrom soll sicher sein?
Atomstrom soll zuverlässig sein?
Atomstrom soll sauber sein?
Atomstrom soll günstig sein?

AKWs sind nicht problemlos – neue nicht, und alte schon gar nicht!
Sicher?
Das AKW Beznau ist unheilbar krank. Anfang Juli 2025 mussten beide Reaktoren vom Netz genommen werden und lieferten keinen Strom. Der Aare, die das Reaktorkühlwasser liefert, drohte die Überhitzung. Radioaktive Materialversprödung ist beim AKW Beznau ein erkann-tes und nachgewiesenes Problem. Das versprödete Material, zum Beispiel beim Reaktor-druckbehälter, kann nicht einfach ersetzt werden. Beznau liegt auf einer Insel und der Schutz der Lagerbecken für die Brennelementkühlung gegen Hochwasser ist ungenügend. Militärische Angriffe sind leider zum Thema geworden, im Sicherheitskonzept von Beznau aber nicht berücksichtigt. Ein AKW wie Beznau würde heute keine Bewilligung mehr erhalten.
Die angedachte Betriebszeit bis 2032 ist bei den gegebenen Verhältnissen gefährlich lang!
Seit Mai 2025 produziert das AKW Gösgen keinen Strom mehr. Die Wartungsarbeiten hätten einen Monat dauern sollen; jetzt bleibt Gösgen bis vermutlich im Februar 2026 vom Netz: Es hat sich gezeigt, dass das Speisewassersystem teilweise mit ungenügenden Bauteilen ausgerüstet ist. Wenn ein Rohr dieses Systems bricht, kann laut ENSI nicht garantiert werden, dass das Kühlsystem im Reaktorblock hält; eine Kernschmelze könnte die Folge sein. Die Ursache für den Sicherheitsmangel besteht seit der Inbetriebnahme 1979, wurde bei einer Überprüfung 1990 und nun 2025 wiederentdeckt. Jetzt muss nachgerüstet werden.

Zuverlässig?
Beznau 1 und 2 mussten im Februar, März und September ungeplant (wegen Ereignissen) und geplant (für Wartungsarbeiten) abgeschaltet werden und konnte nicht unterbruchlos Strom liefern.
In Frankreich stehen verschiedene AKWs wegen Wartungsarbeiten still. Weitere mussten wie Beznau wegen Kühlwasserproblemen gedrosselt oder abgeschaltet werden.

Sauber?
Beim Abbau, bei der Aufbereitung und beim Transport der Brennelemente wird CO2 freigesetzt. Diese Emissionen werden in Zukunft ansteigen, weil der erhöhte Uranbedarf weltweit dazu führt, dass der Abbau von Uranerz zunehmend aus Lagerstätten mit geringerer Uranerzkonzentration erfolgen muss.
Windkraftwerke, Solarstromanlagen, Staudämme können innerhalb von ein bis zwei Generationen restlos zurückgebaut werden. AKWs hinterlassen Abfälle, die während mindestens 4000 Generationen von der Biosphäre isoliert gehütet werden müssen. Der Bau der dafür geplanten Lagerstätten wird erneut enorme Mengen von CO2 und anderen Abfällen verursachen.

Günstig?
Die AKWs sind ein Sicherheitsrisiko! Sie gefährden auch die Versorgungssicherheit. Und sie kosten – auch weil ausfallender Atomstrom zugekauft werden muss. Der aktuelle Stillstand von Gösgen kostet mutmasslich 500 Millionen Franken.
Neue AKWs sind so teuer, dass ohne massive staatliche Subventionen niemand darin investieren will.

Unsicher! Unzuverlässig! Dreckig! Teuer!
Atomstrom ist keine Lösung!

Vorwärts mit den Erneuerbaren Energien!
Quellen:
https://ensi.admin.ch/de/themen/kkw-goesgen/
https://ensi.admin.ch/de/themen/kkw-beznau/
https://energiestiftung.ch/medienmitteilung/ausfall-akw-goesgen-gravierendes-sicherheitsrisiko-seit-langer-zeit
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